Network Atached Storage 2015 – Bye Bye Tux! Hallo Beastie!

Jetzt ist schon wieder was passiert, eine Festplatte meines NASs (Server … wie auch immer) ist hinüber. Leider war es einer der Platten aus dem RAID5 mit den Unternehmensdaten. Das besteht aus 4x1TB Western Digital Platten (mit denen ich recht zufrieden war). Nun stand ich vor der Frage Platte tauschen oder rebuild des NASs. Ich habe mich für einen Rebuild des schon etwas in die Jahre gekommenen Systems entschieden.

Aktuell behaust das Ding

  • 4x1TB (RAID5) für Unternehmensdaten.
  • 4x2TB (RAID5) für Backups (von Unternehmensdaten), Musik, Filme, Bilder
  • 2x320GB (RAID1) Systemplatten

Der Server läuft nun schon seit 2007 also 8 Jahre. Vor kurzem wurde das Netzwerk modernisiert, damit hat der Server einige seiner Dienste abgegeben an einen kleinen Router.
Nun hat er wieder nur seine ursprüngliche Aufgabe, ein Datenbunker.

1TB Festplatten waren damals eigentlich die die effizienteste Lösung. Heute sind 1TB Festplatten nicht gerade die effizienteste Wahl.

Verwendet wird zur zeit noch, mdadm für die RAID Funktionalität, LVM um die Partitionen zu erweitern zu können, als Filesystem war ext3 und später ext4 im Einsatz.

Ich persönlich hab aus Sicherheitsgründen die VolumeGroups nicht über beide RAID Arrays laufen. Sondern wirklich zwei getrennte RAIDs belassen. Es macht keinen Sinn die Backups am gleichen RAID zu lagern. Fazit mdadm als RAID läuft perfekt wie nicht anders zu erwarten. LVM macht bei so kleinen Servern wie meinem kaum sinn. Verwendet man größere Systeme macht LVM durchaus sinn. Es war über die Jahre hinweg sicher kein Nachteil. Für den Fall der Fälle hätte ich den Server um ein weiteres RAID5 erweitern können und dieses in eine VolumeGroup aufnehmen können.

Ich würde behaupten ohne LVM hätte auch alles funktioniert. Zur Not wandern die Filme auf ein anderes RAID Array das wieder an der gleichen Stelle im Dateisystem eingehängt wird und alles läuft weiter als wäre nichts. Die ersten Jahre lief das System ohne LVM nur mit mdadm den mehraufwand ist es meiner Meinung nach nicht wert bei kleinen Filesevern.

Das NAS für 2015.

Sollte haben

  • Copy on Write support (was Backups erleichtert und teilweise obsolet macht)
  • RAID5 oder RAID6
  • Journaled Filesystem

Im Prinzip bleiben da nur 2 Varianten zur Auswahl

  • mdadm in Verbindung mit btrfs oder
  • (btrfs RAID5, RAID6 support noch nicht stable)

  • zfs die Eier legende Wollmilchsau.

Nach ein paar Stunden Recherche bin ich auf folgenden ZFS Vortrag gestoßen.
https://blogs.oracle.com/video/entry/becoming_a_zfs_ninja

Irgendwie macht ZFS für mich den besseren Eindruck. Linux bietet aus Lizenzgründen keine ZFS Support. Also wird das neue System ein FreeBSD. Ehrlich gesagt fand ich schon als ich den alten Server konzipierte ZFS ein beeindruckendes Filesystem, nur konnte und wollte ich mir Solaris nicht leisten für den Heimgebrauch/klein Unternehmen. Nun gibts ja FreeBSD (OK das gibts schon lange aber ZFS ist neu)

Die Hardware wird kaum verändert die 4x1TB weichen 5x4TB Western Digital Red Festplatten. Der Arbeitsspeicher wird erhöht auf 20GB. ZFS benötigt mindestens 8GB RAM. Aktuell sind 4GB verbaut.

Ich werde alles hier im Blog Dokumentieren. Nicht für euch Leser, für mich weil ich mir das ganze sonst nicht merke.

Bye Bye Tux! Treue Dienste hast geleistet.

Hallo Beastie! Hoff du bist auch so zuverlässig!

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